Der letzte Satz meines Debütromans Serendipity ist geschrieben. Nun ja, ok – zumindest der vom 1. Band der geplanten Quadrilogie. Meinen Roman nur Tage später als privates Musterexemplar vor mir liegen zu sehen, erfüllt mich mit Glückseligkeit, Stolz und Erleichterung.
Hinter mir liegen weit mehr als drei Jahre intensiven Schreibens. Eine Zeit, in der ich zum Leidwesen meiner Familie, Freunde und Kollegen ständig in meine eigene Welt abgetaucht bin. Meine Geschichte weitergesponnen habe. Gegen Schreibblockaden und Selbstzweifel ankämpfte. Regelmäßig im Clinch mit dem in mir zur Untermiete lebenden Faultier lag, auch dann das Notebook hochzufahren, wenn ich mich uninspiriert und lustlos fühlte.
Riesiger Dank gilt an dieser Stelle meinem Töchterlein Feline sowie meinen Freunden Svenja, Hendryk, Tila & Resi, die mir als Testleser zur Seite standen. Mir voller Enthusiasmus in meine Welt gefolgt sind. Mit mir herrlich ausschweifende Diskussionen über das Schicksal ihrer Lieblingscharaktere, dramaturgische Gemeinheiten sowie die Macht des Bösen geführt haben. Die mich aber auch gnadenlos auf Plotlöcher, Ungereimtheiten oder schnöde Textfehler hinwiesen. Fühlt euch gedrückt – ihr seid großartig.
Auch der wunderbaren Diana (Hillebrand) bin ich dankbar. Du hast mir als Schreibcoach mit Einfühlungsvermögen aber auch der nötigen Strenge zu einem besseren Schreibstil verholfen. Mir den Glauben geschenkt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Zudem danke ich Wolfgang (Tischer) und dir für euren Schreibzeug-Podcast, den ich jedem Schreibenden nur wärmstens empfehlen kann. Selbst nach Jahren freue ich mich auf jede neue Ausgabe, da eure Gespräche nicht nur unterhaltsam und empathisch sind, sondern wertvolles Wissen vermitteln.
Ein kurzes Resümee: Rückblickend war es womöglich nicht sehr clever, als Rookie für ein Erstlingswerk gerade das Fantasy-Genre zu wählen. Allein, dass hier die Gesetzmäßigkeiten der realen Welt nur bedingt gelten, trieb meinen Planungs- und Rechercheaufwand immer weiter in die Höhe. Mit den gesammelten Hintergrundinformationen, verworfenen Ideen und sonstigen Notizen ließe sich wohl ein eigener Schmöker füllen. Verdammt, mir graut es schon jetzt davor, das alles zu sortieren und auszumisten. Andererseits entfliehe ich auch als Leser mit Vorliebe der Realität. Also musste es wohl so sein.
Nun steht die Erstellung des Roman-Exposés an. Eine Aufgabe, die mir kaum weniger schwer erscheint und vor der ich großen Respekt habe. Da dieses neben den dazugehörigen Leseproben jedoch die Basis jeder Bewerbung bei Literaturagenturen und Verlagen darstellt, komm ich leider nicht drum herum.
Bitte drückt mir die Daumen.
Viele Grüße
André
